Zucht und Paarung


Jedes Jahr aufs Neue

Die Verpaarung und Beurteilung der Nachzuchten

Die Verpaarung

Mit der Paarungszeit und mit der Auswahl der passenden Zuchtpartner steht und fällt alles in der Zucht. Die Verpaarung wird von mir bei einem großen Teil der Zuchtvögel lange im Voraus geplant. Ich kann mir dann genügend Gedanken machen, ohne etwas zu überstürzen. Natürlich geht die Rechnung nicht immer auf. Deshalb kommt es auch zu Verpaarungen mit spontanen Überlegungen.

 

Die Frage dabei ist, wie kann ich bei den Nachzuchten Fortschritte in der Entwicklung, durch entsprechende Verpaarung der Eltern, erzielen. Es muss darauf geachtet werden, dass die Zuchtpartner in guter Kondition, nicht mehr in der Mauser sind und einen gesunden Gesamteindruck machen. Der wichtigste Grundsatz lautet: verpaare nie gleiches mit gleichem. Eine erwartete Verbesserung bei den Nachzuchten, muss mindestens in einem der beiden Zuchtpartner vorhanden sein.

 

Die Zuchtpartner müssen die gewünschten Eigenschaften aufweisen. Diese müssen, wenn auch nicht immer sichtbar, vorhanden sein.

 

Ein Zuchtpaar muss sich immer ergänzen. Heißt, was der eine Partner nicht hat, sollte der Andere mitbringen. Dabei darf man das ZIEL nicht aus den Augen verlieren

 

Eine Verpaarung mit verschiedenen Partnern, ist immer von Vorteil. Hier kann vergleichend optimal beurteilt werden, mit welchem Partner die gewünschten Eigenschaften bei den Nachkommen am ehesten hervortreten.

 

Ein Zuchtpaar sollte sich im selben Brutzyklus befinden. So besteht die größte Chance keine unbefruchteten Eier im Gelege zu haben. In der Regel sollte ein Zuchtpaar die gesamte Zuchtzeit zusammen bleiben. Wobei es hier auch Ausnahmen geben kann. 

 

Das bedeutet, man sieht einen Hahn für mehrere Weibchen vor. Diese Vorgehensweise bedarf doch schon einiges an Zuchterfahrung. Für diese Praxis gibt es sicher auch gute Gründe.

 

Zum Beispiel, wenn das Erbgut eines Hahnes möglichst schnell auf viele Nachkommen verteilt werden soll, um eine entsprechende Linie aufzubauen. Bei dieser Vorgehensweise können die Nachzuchten der verschiedenen Partner sehr gut miteinander verglichen werden, um hier den besten Zuchtpartner zu erkennen.

 

Die Beurteilung der Nachzuchten.

Diese Aufgabe sollte sehr gewissenhaft vorgenommen werden. Denn hiervon hängen alle weiteren Fortschritte des Zuchtstammes ab.

 

Zeigen die Nachkommen die Fortschritte, die ich erwartet habe? Welche unerwarteten (positiv, negativ) Merkmale sind aufgetreten und kann ich diese bei den Eltern finden, kommen sie vom Vater oder der Mutter?

 

Welches sind die Stärken der Nachzuchten, kommen sie vom Vater oder der Mutter?

 

Wo sind die Schwächen der Nachzuchten, kommen sie vom Vater oder der Mutter?

 

Wo unterscheiden sich die Jungen, auch Halbgeschwister, wenn verschiedene Zuchtpartner eingesetzt wurden. Welche Nachzuchten zeigen Verbesserungen?

 

All diese Kriterien müssen gesichtet und beurteilt werden. Dann können sie in der kommenden Zuchtsaison wieder Berücksichtigung finden, um entsprechende Fortschritte in der Qualität der nächsten Generation zu erzielen. In dieser Phase entscheide ich natürlich auch, welche Tiere ich abgeben kann.